Wochenbrief: Was sich hinter der Leitzinsanhebung der EZB sonst noch so verbirgt
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte Anfang März 2007 den Zinserhöhungszyklus fort und hob ihren Leitzins um 0,25 Punkte auf 3,75 Prozent an – das ist das höchste Zinsniveau seit fünfeinhalb Jahren. Der Leitzins bestimmt den Satz, zu dem sich die Geschäftsbanken in der Eurozone Geld bei der EZB leihen können. Diese Kreditverteuerung geben die Banken gewöhnlich an ihre Kreditkunden weiter. Unternehmer, Staat und sonstige Kreditnehmer müssen dann für die aufgenommenen Kredite mehr bezahlen. Umgekehrt profitieren diejenigen, die Geld zu verleihen haben, von dem gestiegenen Zinsniveau. Es besteht also ein handfester Interessengegensatz. Allerdings verbergen die streitenden Parteien ihre jeweiligen Interessen hinter eine scheinbar interessenneutrale Sachargumentation. Sehen wir uns deshalb die Parteien und deren Argumente etwas genauer an.
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