Anmerkungen zum Marxschen Sozialismusbegriff

von Guenther Sandleben

In seiner Kritik des Gothaer Programms unterscheidet Marx nach der „Periode der revolutionären Umwandlung” zwischen einer ersten Phase einer kommunistischen Gesellschaft, die noch etliche „Muttermale der alten Gesellschaft” besitzen würde und wo sich die Verteilung der individuellen Konsumgüter nach der geleisteten Arbeitszeit richte und einer „höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft”, in der die Arbeit „erstes Lebensbedürfnis” geworden sei und wo die Verteilung nach den Bedürfnissen erfolge. Wichtig ist zunächst, dass beide Phasen weder Ware noch Geld kennen, dass also zusammen mit dem Wertgesetz die tiefsten Wurzeln von Kapitalismus und Krise beseitigt sind.

„Innerhalb der genossenschaftlichen, auf Gemeingut an den Produktionsmitteln gegründeten Gesellschaft tauschen die Produzenten ihre Produkte nicht aus; ebenso wenig erscheint hier die auf Produkte verwandte Arbeit als Wert dieser Produkte.”[1]

Ein solcher „Verein freier Menschen”, wie Marx eine solche kommunistische Gesellschaft auch nannte, würde mit gemeinschaftlichen Produktionsmitteln arbeiten. Die Arbeit wäre keine Lohnarbeit mehr. Sie wäre nicht länger zersplittert in eine große Zahl selbständiger und voneinander unabhängiger kapitalistischer Unternehmungen. An deren Stellen träten die von vornherein assoziierten Produzenten, die ihre Arbeit gemeinschaftlich planten, und die nicht länger unter den Gesetzen der Märkte stehen würden.

1. Zu den Voraussetzungen des Sozialismus

Diese neue Gesellschaft war für Marx kein Hirngespinst, nicht irgendein Dogma, das irgendwann ausgedacht und seither die Menschen magisch anzieht; ihre Elemente entwickeln sich zusammen mit der bürgerlichen Gesellschaft. Jede wirkliche Fortentwicklung hier verbessert die materiellen Voraussetzungen für die gesellschaftliche Alternative. Marx drückte dies so aus, dass die Arbeiterklasse „keine Ideale zu verwirklichen (habe); sie hat nur die Elemente der neuen Gesellschaft in Freiheit zu setzen, die sich bereits im Schoße der zusammenbrechenden Bourgeoisiegesellschaft entwickelt haben.”[2] Marx bezog dies auf die Pariser Commune, die während einer schweren politisch-militärischen Krise als „ruhmvoller Vorbote einer neuen Gesellschaft” (Marx) entstand, und die nach wenigen Wochen durch eine gemeinschaftliche Aktion der siegreichen preußischen Armee und der militärisch besiegten französischen Armee im Blut ertränkt wurde.

War die Pariser Commune nur ein kurzes Intermezzo, und blieb sie dazu auf Paris beschränkt, so hatten die späteren Emanzipationsversuche bereits nationale, teilweise fast schon kontinentale Dimensionen. Diese im historischen Trend größer und mächtiger werdenden Befreiungsversuche sind nichts anderes als das immer heftigere Anklopfen der noch im bürgerlichen Schoß steckenden, aber mehr und mehr entwickelten neuen Gesellschaft.

2. Bourgeoissozialismus und Staatssozialismus

Sowohl der inzwischen verschwundene Staatssozialismus als auch die dem Kern nach bürgerlichen Konzepte des sozialdemokratischen Sozialismus (vertreten u. a. von der Partei „Die Linke”) zeigen, dass nicht alles eine wirklich umfassende Alternative zur kapitalistischen Krisenökonomie ist, was sich Sozialismus nennt. Es ist die herrschende Klasse selbst, die in der Geschichte vor allem in kritischen Zeiten die Tarnkappe des Sozialismus aufsetzte, um die breite Masse der Bevölkerung zu täuschen.

Der Staatssozialismus blieb in der bürgerlichen Welt stecken, was sich darin zeigte, dass Ware-Geld-Beziehungen, Lohnformen, Staat und dergleichen fortexistierten. Die Arbeit blieb in gewisser Weise entfremdete Erwerbsarbeit. Der unmittelbaren Aneignung der Produktivkräfte stand das Staatseigentum an den Produktionsmitteln entgegen. Weit entfernt, die Arbeitsweise selbst zu revolutionieren, hielt der Staatssozialismus an der bürgerlichen Art der Arbeitsteilung und den darin enthaltenen Gegensatz von Kopf- und Handarbeit fest. Er reduzierte sich auf einen Verteilungssozialismus, der aber nicht nur die Einkommen, sondern darüber hinaus auch die Produktionsmittel ergriff, diese in Staatseigentum verwandelte.

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„Was also hat der Sozialismus falsch gemacht?

Wenn der reale Sozialismus in der Reichtumsproduktion den “Wettbewerb” mit dem Kapitalismus verloren hat, so nur, weil er nicht nur die Beschränkungen von Produktion und Produzenten erweitert, sondern auch die Zwänge zur Überwindung der Schranken gemildert hat. Die Arbeit blieb eine Last, aber der Zwang zur Arbeit hielt sich in vergleichsweise mäßigen Grenzen. Man stelle sich einmal vor, in der DDR z.B. hätte man tatsächlich 1949 mit dem Aufbau des Kommunismus begonnen. Man hätte nicht nur die Privateigentümer der Produktionsbedingungen enteignet, sondern die Produktionsbedingungen vergesellschaftet, die Mittel der Beschränkung in Mittel der individuellen Bewegungsfreiheit verwandelt. Die gesellschaftlich notwendige Arbeit wäre qualitativ und quantitativ bestimmt und ein Arbeitszwang für alle wäre eingerichtet worden. Kein Arbeiter hätte sich dagegen gewehrt. (…) Jeder Mensch wäre ein Produzent geworden und die notwendige Arbeit für den einzelnen hätte daher auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden können. Die Produktivität jeder einzelnen Arbeitskraft, da sie im umgekehrten Verhältnis steht zu ihrer Wirkungsdauer, hätte schon dadurch gewaltig zugenommen. Alle hätten sie reichlich disponible Zeit erhalten und die erforderlichen gegenständlichen Mittel zur Ausbildung ihrer Individualität, zur Muße, zur Bildung oder auch zur Arbeit, also zur weiteren Steigerung der gesellschaftlichen Produktivkraft der Arbeit. Und jede Steigerung dieser Arbeitsproduktivität hätte ihre disponible Zeit vermehrt. Sie hätten mit der Gelegenheit zur Reichtumsproduktion auch massenhaft ein Motiv dazu gehabt. Sie hätten nicht, wie ihre Kollegen in den westlichen Nachbarländern, die Produktivkraftentwicklung fürchten müssen, sondern ein Interesse an ihr entwickelt.

Man stelle sich vor, alle DDRler hätten den möglichsten freien Zugang gehabt zu allen Produktionsstätten, also freie Wahl der Tätigkeiten mit der Gelegenheit zum reichlichen Wechsel dieser Tätigkeit. Die universelle Ausbildung und Betätigung der Individuen hätte man also ins Werk gesetzt und damit nichts getan, was nicht längst schon ein Bedürfnis der modernen Produktion geworden ist. Man hätte also die kapitalistische Produktionsweise soweit beseitigt, soweit sie bereits ein Hindernis der Reichtumsproduktion geworden ist. Ohne Frage hätten die Leute nicht nur ein Plansoll erfüllt, sondern regelmäßig übererfüllt; sie hätten jede Menge Mittel hervorgebracht, um weitere Mittel hervorzubringen, zur Produktion und zur Konsumtion. Sie hätten bald nicht einen Mangel zu beklagen, sondern den Überfluß zu regulieren gehabt. (…) Wer wollte die Knechtschaft in der Ehe, die Unterdrückung der Frau aufrechterhalten, wenn die Zugangsbeschränkungen zu den Quellen der Reichtumsproduktion für alle gefallen wären? Was wäre die bürgerliche Ehe als Zwangsverhältnis denn noch wert, wenn mit der freien Wahl der Tätigkeiten die Voraussetzung geschaffen wäre für die freie Wahl der Partnerschaften? (…)Dichter und Romanschreiber, die nicht mehr ausschließlich dichten und Romane schreiben, sondern tätig verbunden sind mit der gesellschaftlichen Produktion des realen Lebens. Was könnten sie für Werke verfassen! (…)Schließlich die Pfaffen. Wer könnte sie zwingen, den lieben langen Tag lang Verschen zu lernen, wenn ihre Existenz nicht mehr abhinge von der Kirche und der Gemeinschaft der Gläubigen. Wie hätten die den Sozialismus begrüßt, statt an seiner Beseitigung zu arbeiten? Und ihre Gläubigen erst, die nicht mehr hätten in die Kirche müssen, Gott zum Gefallen und zum Schutz vor der Stasi. Sie hätten tagein und tagaus ihrem Herrn mit guten Taten dienen können: morgens Rollstühle für die Lahmen und Alten zusammenschrauben, mittags Krankenhäuser für die Kranken bauen, abends die bescheuerten Rituale der Heiden kritisieren; sie hätten in Lebensmittelfabriken arbeiten und auf teufelkommraus Brot für die Welt backen können. Ein Sozialismus, der die Religion verbietet oder unterdrückt, dagegen Berufspolitiker, professionelle Dichter und Professoren ausdrücklich zuläßt, der muß grundsätzlich etwas falsch verstanden haben.” David Tiger / Horst Schulz: Kapitalismus - Kommunismus: Ein ignorierter Gegensatz http://www.proletarische-briefe.de/?cat=3 Zuerst erschienen in: Kalaschnikow - Das Politmagazin, Ausgabe 14, Heft 1/00

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 3. Eckpunkte einer sozialistischen Gesellschaft

Aus der Analyse all der tatsächlichen oder nur scheinbaren Sozialismusversuche und aus der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie, worin die sozialistische Alternative enthalten ist (nur unter der Form der Kritik), können einige Eckpunkte einer künftigen sozialistischen Gesellschaft formuliert werden.

a) Eigentum und Aneignungsweise

Eine wirkliche Emanzipation, die den bürgerlichen Horizont überschreitet, muss das Verhältnis der Menschen zur Produktion revolutionieren. Im Vordergrund einer wirklichen sozialistischen Emanzipation steht die Beseitigung des kapitalistischen Privateigentums. Den Sozialisten wird vorgeworfen, sie wollten den Menschen ihr selbst erarbeitetes Eigentum wegnehmen. Das Gegenteil ist der Fall.Es geht um das kapitalistische Privateigentum, das historisch durch Diebstahl, Raub, Plünderung und Vertreibung entstanden war. Heute ist die Aneignung von Mehrwert seine Quelle, selbst wenn es ursprünglich durch eigene Arbeit entstanden war.[3] In der Bezeichnung „Eigentum ist Diebstahl” fasste der Franzose Pierre-Joseph Proudhon Mitte des 19. Jahrhunderts den Kern der bürgerlichen Eigentumsverfassung zusammen. Das kapitalistische Privateigentum steht dem individuell, auf eigener Arbeit gegründeten Privateigentum entgegen, oder bildet, wie Marx es nannte, dessen „erste Negation.”[4]

In der Epoche des kapitalistischen Privateigentums schufen die zu Lohnarbeitern gestempelten Produzenten kolossale Produktionsmittel, die wegen ihres Umfangs fortan nur gemeinsam verwendet werden können. Das kapitalistische Privateigentum konnte nicht mehr das Eigentum eines Einzelnen sein, es brauchte eine gesellschaftliche Form, die es in der Aktiengesellschaft und im Kredit fand.[5] Beides beschleunigte die Entwicklung der materiellen Produktivkräfte, die zugleich die materiellen Elemente der neuen Wirtschaftsordnung bilden. Als Gesellschaftskapital besitzt also das kapitalistische Privateigentum bereits eine gesellschaftliche Form, die nur umgewandelt werden muss in die Form des gemeinschaftlichen Eigentums assoziierter Produzenten. Hier handelt es sich, wie Marx bemerkte, um die „Expropriation weniger Usurpatoren durch die Volksmassen”.[6] Dies sei ein schneller und einfacher Umwandlungsprozess im Unterschied zur schwierigen, langwierigen Verwandlung des auf eigener Arbeit beruhenden Privateigentums in kapitalistisches. Die Beseitigung des auf „Diebstahl” beruhenden kapitalistischen Privateigentums ist Voraussetzung dafür, dass sich die Menschen ihre Produktivkräfte, von denen sie durch das kapitalistische Eigentum getrennt und entfremdet sind, wirklich, sinnlich aneignen. Schon wegen ihres Umfangs können die Produktivkräfte nur gemeinschaftlich angeeignet werden und diese Aneignung beinhaltet auf der Seite der Produzenten die Entwicklung der dazu passenden individuellen Fähigkeiten.[7] Die Aneignung einer Totalität von Produktionsinstrumenten drängt dazu, dass die Produzenten ihre Fähigkeiten in einer ebenso umfassenden Weise entwickeln.

b) Freie Assoziation der Produzenten

Das moderne Arbeitsleben mit seinen kolossalen Produktivkräften besteht aus dem Zusammenwirken einer größeren Anzahl von Menschen. Heutzutage wird der arbeitsteilige Zusammenhang durch das Privateigentum zerstückelt. Die verselbständigten Teile treten als Einzelkapitale in Konkurrenz zueinander, und verhindern, dass die Menschen auf umfassendere Weise, etwa auf der Ebene der Gesellschaft, bewusst miteinander kooperieren. Produktivkräfte, die in einer solch umfassenden Kooperation bestehen, kommen gar nicht erst zur Anwendung. Anonyme Gesetze des Marktes regeln den gesellschaftlichen Verkehr und bewirken in Form periodischer Krisen eine massenhafte Zerstörung von Produkten und Produktivkräften. Zudem arbeiten die in der Produktion vereinigten Menschen unter fremden Bedingungen und für fremde Zwecke. Ihr eigener gesellschaftlicher Zusammenhang ist ihnen äußerlich und fremd. Sie fühlen sich unwohl, entfliehen der Arbeit, wo es nur geht, sind frustriert, gelangweilt, werden krank. Mit der Beseitigung des Privateigentums können die Menschen ihr produktives Leben in ein selbstbestimmtes Leben verwandeln. An die Stelle einer Fremdgemeinschaft tritt eine bewusst gesetzte Assoziation. Marx hat im ersten Band des Kapitals den gesellschaftlichen Zusammenhang eines solchen Vereins freier Menschen folgendermaßen skizziert:

„Das Gesamtprodukt des Vereins ist ein gesellschaftliches Produkt. Ein Teil dieses Produkts dient wieder als Produktionsmittel. Er bleibt gesellschaftlich. Aber ein anderer Teil wird als Lebensmittel von den Vereinsgliedern verzehrt. Er muss daher unter sie verteilt werden. Die Art dieser Verteilung wird wechseln mit der besonderen Art des gesellschaftlichen Produktionsorganismus selbst und der entsprechenden geschichtlichen Entwicklungshöhe der Produzenten. Nur zur Parallele mit der Warenproduktion setzen wir voraus, der Anteil jedes Produzenten an den Lebensmitteln sei bestimmt durch seine Arbeitszeit. Die Arbeitszeit würde also eine doppelte Rolle spielen. Ihre gesellschaftlich planmäßige Verteilung regelt die richtige Proportion der verschiedenen Arbeitsfunktionen zu den verschiedenen Bedürfnissen. Andererseits dient die Arbeitszeit zugleich als Maß des individuellen Anteils des Produzenten an der Gemeinarbeit und daher an dem individuell verzehrbaren Teil des Gesamtprodukts. Die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen zu ihren Arbeiten und ihren Arbeitsprodukten bleiben hier durchsichtig einfach in der Produktion sowohl als in der Distribution.”[8]

Im Gegensatz dazu ist in der Warenproduktion die gesellschaftliche Teilung der Arbeit durch den Kauf und Verkauf von kapitalistisch produzierten Waren vermittelt. Dadurch wird die Sache kompliziert und zerstörerisch. Im Unterschied zum bloßen Produkt, das unmittelbar bereitgestellt werden kann und deshalb keinen Preis hat, muss die Ware durch einen Austausch (Verkauf und Kauf) übertragen werden. Hierdurch erhalten die Produkte ihren mysteriösen Charakter. Sobald die Produkte als Waren produziert und deshalb auf Märkten getauscht werden, können sie als eine fremde Macht auftreten. Für die Menschen besitzt dann ihre „eigene gesellschaftliche Bewegung”, wie Marx es im Fetischkapitel des ersten Bandes des Kapitals ganz exakt formulierte „die Form einer Bewegung von Sachen, unter deren Kontrolle sie stehen, statt sie zu kontrollieren.”[9] Das gigantische Vernichtungswerk, das jede periodische Krise vollzieht, ist also schon als Möglichkeit in der Form der Ware enthalten. Diese Warenform ist die kommerzielle Keimform krisenhafter Zerstörungen. Sie schließt die Existenz des Geldes und die der Märkte als ihre äußere Bewegungsform ein, auf denen sich die Warenmetamorphose notwendigerweise vollziehen muss. Es ist die von den Liberalen hochgelobte unsichtbare Hand der Märkte, die in der Krise den Menschen besonders zum Verhängnis wird. Die Menschen sind Opfer eines Marktzusammenhangs, worin die Produkte ihrer Arbeit sie beherrschen. Krisen lassen sich nur vermeiden, wenn man die tief liegenden Wurzeln herauszieht. Und das bedeutet nichts anderes als die Beseitigung der Warenform, worin die Beseitigung des Geldes und der Märkte enthalten ist.[10] Eine Manipulation des Geldes oder Staatsinterventionen verhindern keine Krise; diese wird bestenfalls hinausgeschoben, zeitlich verlängert, um ihr die Tiefe zu nehmen. Solche Eingriffe sind stets versucht worden, solange es Krisen gibt, und sie haben die Krisen bis heute nicht verhindern können. Ware und Geld sind die tieferen Wurzeln des Kapitals. Reißt man sie heraus, dann verliert der Kapitalismus seine Voraussetzungen. Das Wertgesetz, das als Voraussetzung die Warenform und mit ihr die Geldform hat, hört in einer wirklichen sozialistischen Gemeinschaft auf zu existieren. An die Stelle der Warenproduktion tritt die bewusst organisierte gemeinschaftliche Produktion von Gütern.

c) Teilarbeit und Teilarbeiter

Die Auflösung der herkömmlichen, durch das Privateigentum aufgesplitterten und in feindliche Konkurrenz gesetzten betrieblichen Zwangsgemeinschaften in miteinander verbundene Arbeiterassoziationen ermöglicht einen völlig neuen Umgang mit den sachlichen Produktivkräften. Die technischen Voraussetzungen dafür hat der Kapitalismus mit der großen Industrie geschaffen. Solange das Handwerk die allgemeine Grundlage der Produktion bildete, war die Unterordnung des Produzenten unter einen ausschließlichen Produktionszweig wegen der erforderlichen Spezialkenntnisse eine technische Notwendigkeit. Der Mensch war angekettet an eine Teilarbeit, die er über mehrere Jahre hinweg erlernen musste und die ihn sein Leben lang zum Teilarbeiter stempelte. Das moderne Fabriksystem hat das alte System der Arbeitsteilung technisch über den Haufen geworfen. Technische Fortschritte ändern beständig die Arbeitsteilung. Sie führen zu einem entsprechenden Wechsel der Arbeit, zu einer allseitigen Beweglichkeit des Produzenten. Sie schaffen einen „flexiblen Menschen”. Aber kapitalistisch organisiert, wird der Produzent unter einen ausschließlichen Geschäftszweig subsumiert. Technische Fortschritte und Wirtschaftskrisen zwingen ihn - sofern er nicht in der Dauerarbeitslosigkeit versinkt - über den brutalen Weg vorübergehender Arbeitslosigkeit und Umschulung in einen anderen Geschäftszweig, um dort erneut auf eine Teilfunktion reduziert zu werden. Mit der wirklichen Aneignung der Welt des Reichtums durch die miteinander assoziierten Individuen wird die schmerzliche Fessel durchschlagen, die den Produzenten an eine Teilarbeit kettet. An die Stelle des durch die Teilarbeit stumpf gemachten Teilindividuums kann, wie Marx kritisch zur kapitalistischen Arbeitsorganisation anmerkte, das “total entwickelte Individuum (treten), für welches verschiedene gesellschaftliche Funktionen einander ablösende Betätigungsweisen sind.”[11] Morgens mag der Mensch Räder an Lokomotiven montieren, vormittags programmieren, nachmittags die Fabrik streichen, abends kritisieren, ohne lebenslanger Monteur, Programmierer, Anstreicher oder Kritiker zu sein. Die hier individuell, sinnlich angeeignete Totalität von Produktionsinstrumenten führt auch beim einzelnen zu einer entsprechenden Totalität von Fähigkeiten.

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Zum Charakter der Arbeit im Sozialismus

Dass Arbeit nicht Mühsal und Qual bedeuten muss, wie beispielsweise unter dem Lohnsystem, sondern dass sie befreit werden kann von der Entfremdung, hat Marx immer wieder hervorgehoben. Dazu gehört, dass die Arbeit abwechselungsreich organisiert wird - ein Gedanke, den vor allem der französische Frühsozialist Charles Fourier hervorhob.In der naturwüchsigen bürgerlichen Gesellschaft, schrieben Marx und Engels in der Deutschen Ideologie, ist jeder „Jäger, Fischer oder Hirt oder kritischer Kritiker und muß es bleiben, wenn er nicht die Mittel zum Leben verlieren will - während in der kommunistischen Gesellschaft, wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.” (MEW 3, S. 33)Weniger bekannt ist, dass Marx diesen Gedanken im Zusammenhang mit der großen Industrie erneut vorbrachte. „Die Maschinerie wird missbraucht”, schreibt er im ersten Band des Kapitals, „um den Arbeiter selbst von Kindesbeinen in den Teil einer Teilmaschine zu verwandeln.” (MEW 23, S. 445) Dies geschehe, obwohl die „Natur der großen Industrie (…) Wechsel der Arbeit, Fluß der Funktion, allseitige Beweglichkeit des Arbeiters” bedingt. Das „Teilindividuum”, der bloße Träger einer gesellschaftlichen Detailfunktion sei zu ersetzen „durch das total entwickelte Individuum, für welches verschiedne gesellschaftliche Funktionen einander ablösende Betätigungsweisen sind.” (MEW 23, S. 512)

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d) Arbeitszeitverkürzung

Das kapitalistische Privateigentum erzeugt eine ungeheure Verschwendung: Erstens zwingt es einen großen Bevölkerungsteil zur produktiven Untätigkeit. Arbeitslose, Rentner, Teilzeitbeschäftigte haben keinen oder einen völlig unzureichenden Zugang zur Produktion und müssen durch öffentliche Veranstaltungen, Fernsehen, Zeitschriften, Sport etc. unterhalten, abgelenkt und eingenebelt werden. Jene, die es sich aufgrund ihres Vermögens leisten können, entfliehen der mühevollen Arbeit und führen ein luxuriöses, verschwenderisches und nutzloses Leben jenseits der gesellschaftlichen Produktion. Die Leere ihres Lebens füllt die Kassen von Animateuren, Psychologen, Ärzten, die die überflüssige Not benutzen, um Geschäfte zu machen. Ideologen des Privateigentums verhandeln diesen Skandal unkritisch unter dem Titel “Einfünftelgesellschaft”. Dabei bietet die Gesellschaft ungeheure Möglichkeiten: Wenn bereits ein Fünftel der Bevölkerung ausreichen soll, um alle zu ernähren, warum sollte dann nicht durch Verteilung der Arbeit auf alle Hände eine radikale Arbeitzeitverkürzung möglich sein? Rein rechnerisch könnte die bisherige 40-Stunden-Woche durch eine solche Allgemeinheit der Arbeit auf wenige Wochenstunden verkürzt werden - bei gleichem Umfang der Konsumgüterproduktion. Allgemein gilt: Je gleichmäßiger die Arbeit unter alle arbeitsfähigen Glieder der Gemeinschaft verteilt ist, desto kürzer ist die Arbeitszeit für jeden Einzelnen. Zweitens ruft die Welt des Privateigentums zahlreiche, teilweise besonders scheußliche Arbeiten hervor, die nur dem kapitalistischen Privateigentum dienen bzw. an dessen schädlichen Folgen ansetzen. Zu den direkten oder indirekten Dienern des Privateigentums gehören eine große Zahl der Rechtsgelehrten, Rechtsanwälte, Richter, Gefängniswärter, Sachbearbeiter, Polizisten, Soldaten, Spitzel, Finanzanalysten, Vermögensverwalter, Versicherungsagenten, Verkäufer, Werbemanager, Kassierer, Ideologen etc., wodurch das Privateigentum geschützt, seine Übertragung und Vermehrung gefördert, seine Verwertung erzwungen und einige seiner schädlichen Folgen repariert werden. Würden diese für das Wohlergehen der Menschen überflüssigen und teilweise besonders schäbigen Arbeiten eingespart, dann wäre eine weitere radikale Arbeitszeitverkürzung möglich. Das Privateigentum vernichtet selbst in friedlichen und „krisenfreien” Zeiten ungeheure Produktivkräfte, hemmt deren Entwicklung. Es ist zu einer Schranke der Produktivkräfte geworden, gegen die sich die Lohnabhängigen als der bewusste Teil dieser Produktivkräfte mehr und mehr stellen. Diese Schranke der Reichtumsproduktion zu brechen, bildet den ökonomischen Gehalt des Sozialismus.

e) Arbeit und Lebensgenuss

In unserer Welt des Privateigentums bilden Arbeit und Lebensgenuss einen prinzipiellen Gegensatz: Die Arbeit ist Erwerbsarbeit. Sie vollzieht sich in aller Regel als Lohnarbeit unter fremden Bedingungen und für fremde Zwecke. Indem sie das Individuum auf eine Teilfunktion reduziert, ruiniert sie seinen Körper und Geist. Wenn der Mensch arbeitet, gehört er nicht sich selbst, sondern anderen. Unter der Knute des kapitalistischen Privateigentümers besitzt er keine Chance, seine produktive Lebenstätigkeit zu genießen. Entsprechend schal und leer ist die Freizeit, die nur kindische, ermüdende oder gar brutale Genüsse zulässt. Abgetrennt von der produktiven Tätigkeit und ihrem eigentlichen Inhalt, bemüht man sich dann darum, den an sich inhaltslosen Tätigkeiten wenigstens die Illusion eines Inhalts zu geben. Unter selbst gesetzten Bedingungen und Zwecken besteht kein Grund mehr, dass der Gegensatz von Arbeit und Lebensgenuss fortexistiert. Die große Industrie liefert die technischen Bedingungen für die Vielseitigkeit des Produzenten. Die Beseitigung der Fremdherrschaft in der Arbeit durch die Herstellung einer Assoziation der Produzenten schafft die notwenigen Voraussetzungen, dass die Menschen solche Möglichkeiten der modernen Produktivkräfte auch tatsächlich für sich nutzen.In einer wirklich sozialistischen oder kommunistischen Gesellschaft tritt die Arbeit nicht länger dem Genuss und dazu als eine ihn deformierende Macht gegenüber, sondern vollendet den Genuss, indem sie ihn in sich auflöst.[12] In dieser neuen produktiven Form des Genießens verschwindet der aus der Ordnung des Privateigentums bekannte Gegensatz von gesellschaftlichem und individuellem Leben. Der Mensch muss nicht mehr die Gesellschaft als Mittel seiner Zwecke missbrauchen. Seine persönliche Lebensäußerung - gleichgültig ob gemeinschaftlich oder individuell vollzogen - wird zu einer bewussten Betätigung seines gesellschaftlichen Lebens. Die anderen treten nicht länger, wie in der Welt des Privateigentums, als äußere Beschränkung, als Konkurrenten und damit als Gegner auf, sondern als Voraussetzung und Bedingung für die Entfaltung einer reichen Individualität.Damit eröffnen sich neue Dimensionen des Genießens: Nicht nur die individuelle Lebensäußerung in der Produktion und die Freude über das geschaffene Produkt werden genossen, auch der Genuss der anderen, den das Individuum sowohl während seiner produktiven Tätigkeit als auch durch das Produkt vermittelt, wird mit der Beseitigung der privateigentümlichen Verkapselung der Menschen erfahrbar.[13] In seiner individuellen Lebensäußerung hat jeder Einzelne die Lebensäußerung des anderen geschaffen, sich also als individuelles Gemeinwesen betätigt und zugleich verwirklicht.


 

[1] Marx, Marx, MEW 19, S. 19f

[2] Marx, Klassenkämpfe in Frankreich, MEW 17, S. 343

[3] Das kapitalistische Eigentum lässt das auf der Warenzirkulation beruhende Gesetz der Aneignung (Äquivalenten-Tausch) in das direkte Gegenteil umschlagen, sobald man die Warenproduktion einbezieht. Unter der Form des beständigen Kaufs und Verkaufs der Arbeitskraft findet die beständige Aneignung vergegenständlichter fremder Arbeit statt. „Aber im Strom der Produktion wird überhaupt alles ursprünglich vorgeschossne Kapital eine verschwindende Größe, verglichen mit dem direkt akkumulierten Kapital, d.h. dem in Kapital rückverwandelten Mehrwert.” (Marx, Kapital I, MEW 23, S. 613f)

[4] Marx, Kapital I, MEW 23, S. 791

[5] Dazu ausführlicher Marx, Kapital III, MEW 25, S. 452ff

[6] Marx, Kapital I, MEW 23, S. 791

[7] Vergleiche Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, S. 66 - 69

[8] Marx, Kapital I, MEW 23, S. 93

[9] Marx, Kapital 1, MEW 23, S. 89

[10] Die Warenform der Arbeitsprodukte ist, wie Marx herausfand, „die abstrakteste, aber auch allgemeinste Form der bürgerlichen Produktionsweise”, deren Weiterentwicklungen Geld- und Kapitalform sind. Marx, Kapital I, MEW 23, S. 95

[11] Marx, Kapital I, MEW 23, S. 512

[12] Dies gilt für die, wie Marx sie nannte, „höhere Phase der kommunistischen Gesellschaft”, wenn die „knechtende Unterordnung der Individuen unter die Teilung der Arbeit und damit auch der Gegensatz geistiger und körperlicher Arbeit verschwunden ist”. (MEW 19, S. 21) Nun ist die Arbeit „nicht nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbedürfnis”, was nur bedeuten kann, dass Arbeit genussvolle Selbstbetätigung geworden ist. Sobald dies erreicht ist, gilt eine andere Verteilungsweise, die dann heißt: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!” In der Deutschen Ideologie spricht Marx von der „Verwandlung der Arbeit in Selbstbetätigung” und von Beseitigung der Arbeit (MEW 3, S. 68, 70), wenn er die produktive Tätigkeit in der wirklich befreiten Gesellschaft meint, die den Menschen in dem ganzen Reichtum seines eigenen Wesens produziert. Ähnlich noch früher in den Auszügen aus James Mills Buch „Éléments d’économie politique”: „Meine Arbeit wäre freie Lebensäußerung, daher Genuß des Lebens. Unter der Voraussetzung des Privateigentums ist sie Lebensentäußerung, denn ich arbeite, um zu leben, um mir ein Mittel des Lebens zu verschaffen. Mein Arbeiten ist nicht Leben.” (MEW Ergänzungsband I, S. 463)

[13] Diese Dimensionen des Genießens in der sozialistischen Gesellschaft hat Marx gleichfalls in seiner Mill-Kommentierung angedeutet. (MEW Ergänzungsband I, S. 454)

 

131 Kommentare

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